Ich werde oft gefragt, ob sich dieses oder jenes Wehwehchen oder chronische Erkrankungen homöopathisch behandeln lassen, und wie denn so eine Behandlung abläuft. Offenbar ist die Homöopathische Anamnese für viele an der Homöopathie Interessierte ein Buch mit sieben Siegeln und hat etwas Geheimnisvolles, gar Unerklärliches an sich. Ich will hier versuchen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, denn so mystisch ist es gar nicht.

Wer und was lässt sich homöopathisch behandeln?

Homöopathisch behandeln lassen können sich Patienten jeden Alters und Geschlechts. Erwachsene ebenso wie Kinder oder Babys. Auch Tiere und Pflanzen lassen sich homöopathisch behandeln.

Auch gibt es nichts, was sich nicht homöopathisch behandeln oder zumindest unterstützend begleiten ließe. Patienten kommen daher aus den verschiedensten Gründen in die Praxis. Zum Beispiel wegen:

• akuten Infekten oder Verletzungen, nicht heilen wollenden Knochenbrüchen, Traumata
• chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis, Asthma, Allergien, Infektanfälligkeit, Migräne, Schlafstörungen …
• Beschwerden der Frau wie Dysmenorrhoe, PMS, ungewollter Kinderlosigkeit …
• Folgen von Impfungen oder Operationen
• Schwangeren im Wochenbett und bei Stillproblemen
• Unterstützung während schulmedizinischer und zahnärztlicher Behandlung
• Bewältigung von Kummer, Ärger, Stress und deren Folgen

Als Musiker kann ich nicht anders, als an die Homöopathie zu glauben, da der Geigenspieler weiß, wie sein gesamter Ausdruck von der winzigsten, subtilsten, unendlich kleinen und feinen Tonveränderung abhängt.

Yehudi Menuhin Viloinvirtuose und Dirigent

Ablauf einer homöopathischen Behandlung

Das Erstgespräch

Das Erstgespräch erfordert von mir als Homöopathin genaues Zuhören, Beobachten und Zuordnen des Gehörten. Als Patient sollten Sie in der Lage sein, sich selbst (oder ihr Kind) gut zu beobachten und zu beschreiben. Während dieses sehr ausführlichen Gesprächs wird ihre medizinische und auch persönliche Geschichte beleuchtet. Denn nur ein tiefes Verständnis beider Ebenen ermöglicht es mir schließlich, das passende Arzneimittel zu finden.

Ein derart intensives Gespräch dauert daher gerne auch schon mal zwei Stunden. Bei komplizierteren Sachverhalten unter Umständen auch länger. Bei Bedarf erfolgt auch noch eine körperliche Untersuchung, die ggf. weitere Anhaltspunkte für das passende Mittel liefern kann.

Im weiteren Verlauf lege ich neben der rein medizinischen Anamnese auch Wert auf allgemeine Befindlichkeiten und mögliche Verhaltensauffälligkeiten. Das können Ihr Appetit und Essverhalten oder Essgewohnheiten sein, Schlaf, Geräusch- oder Temperaturempfindlichkeiten. Bei Frauen auch Menstruationsunregelmäßigkeiten etc. Auch psychisch belastende Situationen oder Traumata und das daraus resultierende Verhalten sind mitunter ausschlaggebend für das Verständnis und können mir die Mittelfindung erleichtern.

Dabei sind nicht nur aktuelle Beschwerden oder Schwierigkeiten relevant, sondern alles von Geburt an. Auch Probleme während der Schwangerschaft oder Komplikationen bei Ihrer Geburt sind von Bedeutung. Ebenso (chronische) Erkrankungen Ihrer Eltern und Geschwister. Daher ist es hilfreich, wenn Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, vielleicht Ihre Eltern interviewen und sich die Ergebnisse notieren.

Einen Fragebogen, wie ihn andere homöopathisch arbeitende Ärzte oder Heilpraktiker anbieten, finden Sie bei mir nicht. Mir ist es wichtig, Sie und Ihre Geschichte gemeinsam im Gespräch kennenzulernen und ggf. Zusammenhänge in Verbindung mit Ihren Beschwerden aufzuzeigen.

Auch wenn die medizinische Diagnose Grundlage für das körperliche Verständnis Ihrer Beschwerden ist, stehen für mich als Homöopathin die individuellen Beschwerden im Vordergrund. Diese nicht unbedingt krankhaften Eigenheiten und Wahrnehmungen des Patienten können oft wichtige Hinweise auf das richtige Mittel geben.

Um letztlich das richtige homöopathische Mittel, das sogenannte Similium zu finden, werden von mir sämtliche Symptome sortiert und entsprechend bewertet. Dieser Vorgang wird Repertorisation genannt. Das geschieht manchmal unmittelbar nach dem Gespräch, manchmal dauert es aber auch ein bis zwei Tage und erfordert ggf. die ein oder andere Nachfrage, bis das passende Mittel gefunden wurde, so dass die Einnahme erst etwas später erfolgen kann.

Das Folgegespräch

Im Rahmen der homöopathischen Behandlung ist das Folgegespräch, welches meist wenige Wochen nach der ersten Mittelgabe stattfindet, von großer Bedeutung. Denn hier zeigt sich, ob und wie Sie auf das Mittel reagiert haben.

Um das gut beurteilen zu können ist es wichtig, dass Sie sämtliche Reaktionen und Veränderungen ab der Mittelgabe wahrnehmen und notieren. Das erfordert eine gute Selbstbeobachtung und ein wenig Übung. Die daraus gewonnenen Informationen sind jedoch ausgesprochen wichtig und auch absolut notwendig, um die Reaktion auf das Mittel adäquat zu beurteilen und den weiteren Verlauf der Behandlung planen zu können.

Achten Sie insbesondere auf Verschlechterungen oder Verbesserungen der bekannten Beschwerden. Aber auch Veränderungen Ihres Allgemeinbefindens sind für mich wichtig. Fühlen Sie sich fitter? Schlafen Sie besser oder schlechter, wie sieht es mit ihrem Appetit aus? Gleiches gilt für die geistige, emotionale und mentale Ebene. Waren sie angespannter oder schneller erschöpft als vorher? Sind bekannte oder neue Symptome erneut oder vorübergehend aufgetreten? Jede Kleinigkeit, auch wenn sie Ihnen noch so unscheinbar erscheint, hilft ihrem Homöopathen.

Was kostet eine homöopathische Behandlung?

Die Homöopathie benötigt weder teure Medikamente, noch aufwendige diagnostische Hilfsmittel. Sie ist daher eine vergleichsweise kostengünstige Therapieform und spart - zumindest den Krankenkassen - im Gegensatz zur konventionellen, schulmedizinischen Behandlung erhebliche Kosten.

Die Homöopathie ist so billig, dass es ihr schadet.

Dr. Veronica Carstens

Bezahlt wird die Zeit des Homöopathen und dessen Fähigkeit bei der Auswahl des passenden Arzneimittels sowie das Arzneimittel selbst. Die Arzneimittelkosten fallen im Vergleich zu schulmedizinischen Medikamenten jedoch eher gering aus.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten einer homöopathischen Behandlung beim Heilpraktiker nicht. Über eine private Zusatzversicherung, welche die anfallenden Kosten einer Behandlung durch einen Heilpraktiker abdeckt, ist dies teilweise jedoch möglich. Private Krankenkasssen ersetzen die Kosten oft anteilig oder sogar vollständig. Es lohnt sich also, sich zu informieren.

Mein Honorar richtet sich nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH).

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier keine Preisliste aushänge. Gerne beantworte ich Ihre Fragen zu den Kosten einer Erstanamnese und möglichen Folgebehandlungen persönlich telefonisch unter 0 25 09 / 37 40 339 oder auch per FAQ.

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